"Daten sind das Öl der Zukunft"

Daten sammeln sich überall. Besonders nützlich sind sie, um Digitale Angebote in der Innenstadt damit zu füllen und echte Mehrwerte zu bieten: "Wie lang ist die Wartezeit im Bürgerbüro?", "Wie komme ich morgens am besten durch den Berufsverkehr?", "Wo sind Baustellen und wie umfahre ich sie?"

All diese Fragen können in vereinzelten Pilotprojekten und intelligente Datenvernetzung bereits beantwortet werden. Auch im ÖPNV tut sich was: Überregionale eTickets sollen Regionen auch im Verkehrsverbund miteinander online vernetzen.

Open Data in der Stadtverwaltung

Daten existieren überall dort, wo Menschen im Alltag agieren. Kommunen beschäftigen sich derzeit mit der Frage, wie man gesammelte Daten zentralisiert online kommunizieren und dadurch Mitarbeiter der Stadtverwaltungen entlasten kann: Wäre es nicht wesentlich günstiger, die Zahl der freien kommunalen Kita-Plätze in Echtzeit online zu veröffentlichen, statt einen Mitarbeiter damit zu beschäftigen, die Fragen von jungen Eltern tagtäglich telefonisch oder schriftlich zu beantworten?
Natürlich ist dabei das Thema Datenschutz nicht zu vernachlässigen, jedoch plant der Bund die Verabschiedung des sog. "Open-Data-Gesetzes" noch vor der nächsten Bundestagswahl.

Digitale Vernetzung im Stadtverkehr

Städte nutzen verstärkt digitale Daten und Medien für die Vernetzung und Optimierung des städtischen Verkehrsflusses und auch im ÖPNV. Die Stadt Liverpool nutzt bspw. bereits Informationen über die Straßenauslastung und des ÖPNV in Entchzeit und nutzt diese gezielt, um Pendlern die Umfahrung von Staus rechtzeitig vorzuschlagen. In Stockholm werden Autofahrern die schnellsten Strecken vorgeschlagen, um die Fahrtzeit zu verkürzen und somit die Emissionen zu senken. Lt. Statistik seien diese bereits um 20 % gesunken (Quelle: Kommunalmagazin, 03/2017, Hrsg. Zimper Media GmbH, Berlin)

Überregional vernetzt mit dem eTicket

In Deutschlands Bussen und Bahnen herrscht Unklarheit über Tarife, Fahrkarten, Stempelkarten und Zeitkarten... besonders Touristen tun sich schwer, durchzublicken, wenn sie im ÖPNV mobil sein wollen. Das E-Ticket-Projekt des Bundes startet jetzt mit 370 Verkehrsunternehmen in Deutschland und stellt dafür 16 Mio. € bereit. Ziel ist es, die Preissysteme anzugleichen und die e-Tickets in einer Smartphone App zentral auszuspielen und über alle Regionen hinweg gültig zu machen. Die digitale Fahrkarte soll mehr Menschen in den ÖPNV locken, überregionale Vernetzung schaffen und Papiertickets weitgehend ablösen. Dennoch sollen Tickets für Kunden ohne Smartphone weiterhin beim Fahrpersonal oder am Automaten erworben werden können.