Aktuelle Shopping-Trends

Dass der Onlinehandel boomt, ist nichts Neues. Der Umsatz für das Jahr 2017 wird auf 48,8 Milliarden Euro geschätzt, somit würde dies einem Plus von elf Prozent gegenüber 2016 entsprechen. Das Schnäppchenprotal mydealz.de hat im ersten Quartal 2017 über 22,05 Millionen Käufe untersucht und die Ergebnisse mit dem Vorjahr verglichen.

 

 

Elektronik bleibt Spitzenreiter

Auf den ersten Blick wird klar: Es gibt kaum Unterschiede zum Vorjahr, denn jeder vierte Kauf entfiel auf Elektronikprodukte. Somit kamen diese im Verkaufsranking auf Platz 1 mit 5,52 Millionen Käufen. Direkt dahinter reihen sich die Kategorien Mode und Accessoires mit 3,74 Millionen Käufen ein. Jeder zehnte Kauf entfiel auf Filme, Musik und Spiele. Anbieter von Babywaren landeten auf Rang zwölf mit 617.833 Käufen, Apps und Software auf Rang 13 mit 479.205 Käufen und Kosmetik auf Rang 14 mit 208.724 Käufen. Allerdings sagt die Anzahl der Käufe nicht direkt etwas über ein Umsatzplus oder -minus aus.  Hier lässt sich lediglich ein Trend erkennen, welche Produkte stark nachgefragt werden.

Bank- und Versicherungsprodukte auf dem Vormarsch

Hier zeigen sich erste Erkenntnisse aus dem Vorjahresvergleich: Produkte aus den Kategorien Mode, Elektronik oder Filmen werden zwar am meisten gekauft, aber die stärksten Wachstumsraten verzeichnet der Vertrieb von Baby- und Kleinkinderbedarf oder die Vermittlung von Verträgen. Ganze 1,2 Millionen Vertragsabschlüsse für Bankkonten, Mobilfunktarife, Versicherungen und Strom vermittelte mydealz von Anfang Januar bis Ende März dieses Jahres. Gegenüber dem ersten Quartal letzten Jahres stieg die Zahl der Abschlüsse damit um 89,68 Prozent. Auch die Nachfrage an Babybedarf ist stark gestiegen, nämlich auf 65,53 Prozent. So zeigt sich, dass gerade in diesen Gruppen enorm viel Umsatz generiert wurde und noch weiteres Potenzial vorhanden ist.

Apps, Software, Handys und Tablets auf dem Rückgang

 

Einen kräftigen Nachfrageeinbruch mussten die Anbieter von Apps, Handy, Tablets und Software einstecken: Die Zahl der Käufe ist insgesamt um 9,82 Prozent geschrumpft. Die Nachfrage nach Handys und Tablets brach sogar um 19,19 Prozent beziehungsweise 213.891 Käufe ein.

 

 

Der neue Trend: Lebensmittelhandel

 

Die Nachfrage nach Lebensmitteln übers Internet ist vom ersten Quartal 2016 aufs erste Quartal 2017 deutlich gestiegen: Das Nachfrageplus von 54,99 Prozent dürfte jedoch erst den Beginn des Wachstums in diesem Segment bilden. Insbesondere wenn Amazon Fresh in Deutschland durchstartet, werden Rewe, Allyouneedfresh und Co. Heftig ins Straucheln geraten.